Die richtige Pflege eines neuen Tattoos spielt eine entscheidende Rolle dabei, wie die verletzte Haut heilt und wie das endgültige Tattoo aussehen wird. Wird die Nachpflege vernachlässigt, kann es beschädigt werden, verblassen oder sogar eine Infektion entstehen.
Warum die Tattoo-Pflege wichtig ist
Man muss nur darüber nachdenken: Tätowieren ist ein Vorgang, bei dem wiederholt eine Nadel in die Haut eindringt, wodurch eine offene Wunde entsteht, die nach der Sitzung heilen muss. Die richtige Tattoo-Pflege sorgt dafür, dass alles ohne Komplikationen verläuft und sich keine Reizungen, Narbenbildung, kein Juckreiz und keine Entzündung zeigen.

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Was bei schlechter Pflege droht (Infektion, Verblassen, Narbenbildung)
Schlechte oder unzureichende Pflege eines neuen Tattoos kann zu einer Reihe unangenehmer Komplikationen führen, darunter Infektionen und im schlimmsten Fall auch dauerhafte Narbenbildung.
In den ersten Tagen ist es normal, dass die Haut gerötet ist, juckt, schmerzt und aus der Wunde eine Mischung aus Blut, Flüssigkeit und Tinte austritt. Wenn dieser Zustand anhält oder sich sogar verschlimmert, kann es sich um eine sich entwickelnde Infektion handeln. Eine infizierte Stelle ist oft heiß, schmerzhaft, gerötet und es kann Eiter austreten. [1]
Ein weiteres Problem kann eine allergische Reaktion sein, die sich durch Juckreiz und Rötung äußern kann. Allergische Reaktionen treten am häufigsten bei roter Tinte auf, aber auch schwarze oder blaue Farben sind keine Ausnahme. [1]
Unvorsichtiger Umgang mit dem Tattoo, Kratzen oder Druck auf die heilende Haut kann zur Entstehung von Narben führen, die dauerhaft und schwer zu entfernen sind.
Vorbereitung vor dem eigentlichen Tätowieren
Wie man die Haut vorbereitet
Bevor Sie sich auf den Tätowierstuhl setzen, ist es wichtig, die Haut in einem gesunden und hydratisierten Zustand zu halten. Am Tag vor der Sitzung ist es sinnvoll, die Haut zu rasieren, falls nötig, und sie mit antibakterieller Seife zu reinigen. Wichtig ist jedoch, dass die Haut nicht gereizt, gequetscht oder extrem ausgetrocknet ist.[2]
Auf Peelings sollten Sie vor und nach dem Tätowieren verzichten; auch wenn sie die Haut normalerweise weich machen und pflegen, können sie sie in diesem Fall unangenehm reizen.
Was man am Tag vor dem Tätowieren tun/nicht tun sollte (Alkohol, Sonne, körperliche Aktivität)
Einige Tage vor dem Tätowieren sollten Sie Sonnenbaden und Solariumbesuche vermeiden. Verbrannte oder stark gebräunte Haut ist zum Tätowieren nicht geeignet, da sie die Farben und das Gesamtergebnis beeinflussen kann.
Ein bis zwei Tage vor dem Tätowieren (und auch danach) sollten Sie besser keinen Alkohol und keine koffeinhaltigen Getränke trinken. Diese Stoffe können die Blutung verstärken und außerdem kann Alkohol das Schmerzempfinden verfälschen. [1]
Legen Sie außerdem eine Pause vom intensiven Training ein. Wenn Sie ein Training planen, lassen Sie zwischen diesem und dem Tätowieren ausreichend Zeit. Ein höherer Blutdruck oder beanspruchte Muskeln an der tätowierten Stelle können zu stärkeren Blutungen führen und die Arbeit des Tätowierers sowie die Heilung der Haut erschweren.

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Vorbereitung der Haut - empfohlene Produkte
Wenn Sie sich in der Vorbereitungsphase befinden, möchten wir Ihnen gerne Hustle Butter Deluxe empfehlen. Es handelt sich um eine 100% natürliche und vegane Butter, die als ideale Alternative zu allen Produkten auf Vaselinebasis dient. Dank des Gehalts an Mango- und Kokosbutter, Papaya und weiteren natürlichen Inhaltsstoffen beruhigt sie die Haut, nährt sie und hilft, Rötungen sowie Reizungen zu reduzieren.
Sie eignet sich zur Vorbereitung der Haut vor dem Tätowieren, zur Feuchtigkeitsversorgung während der Heilung und für die anschließende Pflege.

Die ersten 14 Tage nach dem Tätowieren
Nach der Sitzung legt der Tätowierer einen Verband auf das neue Tattoo. In der Regel handelt es sich um Plastikfolie, Gaze oder einen speziellen medizinischen Klebefilm, der als „zweite Haut“ bekannt ist (z. B. Dermalize, Saniderm, SecondSkin usw.). Während ein gewöhnlicher Verband nach einigen Stunden entfernt werden kann, ist die zweite Haut so konzipiert, dass sie mehrere Tage hält. [3]
Vor und nach dem Entfernen sollten Sie sich gründlich die Hände waschen und das Tattoo mit lauwarmem Wasser und unparfümierter Seife reinigen, danach die Haut trocknen lassen und die empfohlene Salbe auftragen.
In den ersten Tagen ist das Tattoo oft gerötet, schmerzhaft und es kann eine Mischung aus Blut, Plasma und überschüssiger Tinte austreten. Zwischen dem 2. und 3. Tag beginnt es matt und trüb auszusehen und es können sich feine Krusten bilden. [3]
Am 4. Tag wird die zweite Haut in der Regel entfernt. Dies geschieht unter der Dusche, wobei der Klebefilm vorsichtig seitlich gedehnt und nach und nach abgezogen wird.
In den darauffolgenden Tagen sollte die Rötung zurückgehen; die entstandenen Krusten sollten jedoch niemals abgekratzt werden, damit keine Narben entstehen oder Farbe herausgerissen wird.
Zwischen dem 6. und 14. Tag lösen sich die Krusten von selbst ab und dies kann von Juckreiz begleitet sein. Dagegen hilft sanftes Einmassieren einer parfümfreien Feuchtigkeitscreme.
Wenn in dieser Phase Rötungen oder Schwellungen weiterhin bestehen, ist es ratsam, einen Tätowierer oder Arzt zu konsultieren.
Pflege eines frischen Tattoos – die ersten Tage
Tattoo waschen: womit und wie oft
Nach dem Entfernen des Verbandes sollten Sie das Tattoo in den ersten 3 bis 5 Tagen zwei- bis dreimal täglich waschen – am besten morgens nach dem Aufwachen, abends vor dem Schlafengehen und immer dann, wenn Sie schwitzen. Dieses Vorgehen gilt jedoch nur dann, wenn auf dem Tattoo keine spezielle Folie angebracht ist (z. B. second skin). In diesem Fall wird die Stelle normalerweise nicht gewaschen, bis Sie die Folie entfernen (meist nach 3–5 Tagen). Sobald Sie die Folie entfernt haben, beginnen Sie mit dem regelmäßigen Waschen. Waschen Sie sich immer zuerst gründlich die Hände, auch wenn Sie das Tattoo nur abspülen wollen. Etwa ab dem 5. bis 7. Tag beginnt das Tattoo auszutrocknen, daher reicht es aus, es ein- bis zweimal täglich zu waschen. Zu häufiges Waschen kann die Haut nämlich austrocknen und dadurch die Heilung verlangsamen. [4]
Verwenden Sie eine milde antibakterielle Seife, es reicht aber auch gewöhnliche parfümfreie Seife. Vermeiden Sie aggressive Stoffe wie Wasserstoffperoxid oder Alkohol, die das Tattoo beschädigen können. In der Anfangsphase kann eine dünne Schicht antibiotischer Salbe helfen, die einen Schutzfilm bildet.

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Auftragen der Creme
Die Feuchtigkeitsversorgung ist absolut entscheidend, deshalb muss das Tattoo regelmäßig auch mehrere Wochen lang mit Feuchtigkeit versorgt werden. In den ersten Tagen ist es sinnvoll, die Feuchtigkeitscreme drei- bis sechsmal täglich aufzutragen, denn gut hydratisierte Haut hilft, die Bildung von Krusten zu verhindern und unterstützt eine schnelle Heilung; außerdem sorgen Sie so für lang anhaltende Farbintensität. [5]
Was man nicht tun sollte (Kratzen, Baden, enge Kleidung)
Sie sollten damit rechnen, dass während der Heilungsphase Krusten zusammen mit Juckreiz auftreten können. Denken Sie daran, dass Krusten niemals gekratzt oder abgepult werden dürfen. Ein solches Verhalten kann zur Infektion der tätowierten Stelle oder zum Farbverlust führen.
Ebenso sollten Sie lange Bäder und Sonnenstrahlen vermeiden. Auch die Kleidung spielt eine Rolle. Wichtig ist außerdem die richtige Wahl der Kleidung. In den ersten Tagen der Heilung sollten Sie enge Kleidungsstücke vermeiden, die an der Haut kleben und daran reiben.
Mit der Heilung ist es jedoch nicht getan, auch die langfristige Pflege ist wichtig. Fahren Sie mit der regelmäßigen Feuchtigkeitsversorgung fort und schützen Sie das Tattoo besonders im Sommer mit einer Sonnencreme mit mindestens LSF 30, damit die Farben möglichst lange klar und kräftig bleiben. [1]

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Empfohlene Produkte (Kategorie: Seifen, Cremes, Heilgels)
1. Tattoo Goo® – komplettes Set zur Heilung und Pflege
In der Heilungsphase können Sie sich für das komplette Tattoo Goo® Set entscheiden, das alles enthält, was für eine schnelle Heilung des Tattoos und die langfristige Erhaltung satter Farben notwendig ist. Dank der Kombination aus antimikrobieller Seife, Heilbalsam und leichter Lotion hilft es, Krusten vorzubeugen, schützt die Haut und minimiert das Risiko notwendiger Nachbesserungen.

2. Hornet - Tattoo Care Cream
Außerdem gibt es diese sanfte Feuchtigkeitscreme mit natürlichen Extrakten und aktiven Inhaltsstoffen auf Bienenwachsbasis. Hornet Tattoo Care Cream ist ideal für alle Hauttypen und unterstützt die Regeneration der Haut nach dem Tätowieren. Ihr sanfter Honigduft und die parabenfreie Zusammensetzung werden Sie überzeugen.
Außerdem wurde sie nicht an Tieren getestet.
3. Sorry Mom® Cleanser
Speziell entwickelt für empfindliche, frisch tätowierte Haut. Sorry Mom® Cleanser enthält Panthenol, das die Regeneration unterstützt und die optimale Feuchtigkeitsversorgung aufrechterhält, Aloe Vera mit beruhigender und antioxidativer Wirkung sowie Hamamelis, die hilft, die Haut zu schützen. Der Cleanser entfernt Schmutz einfach und schonend ohne Wasser, auch unterwegs.

Tattoo-Heilung – was zu erwarten ist und wie man reagiert
Natürlicher Heilungsverlauf (Rötung, Schuppen, Juckreiz)
In den ersten Tagen (1.–6. Tag) ist das Tattoo eigentlich eine offene Wunde. Die tätowierte Stelle kann gerötet, leicht geschwollen, nässend sein oder brennen. Das ist in Ordnung, denn so reagiert der Körper auf die Verletzung und versucht, die Haut zu heilen. [6]
Dann kommen wir in eine leicht unangenehme Phase, die Juckreiz und Abschälen umfasst. Auf dem Tattoo bilden sich kleine Schuppen und Krusten. Das kann wie sich ablösende Farbe wirken, aber es gibt keinen Grund zur Panik, denn das Pigment bleibt tief in der Haut. Wichtig ist, die Stelle nicht zu kratzen, Krusten nicht abzureißen und lieber zu einer Feuchtigkeitscreme zu greifen, die die Reizung beruhigt und der Haut bei der Regeneration hilft.
In der dritten und vierten Woche beginnt der Juckreiz nachzulassen, aber das Tattoo kann matt oder verblasst wirken. Das ist in Ordnung, denn dies wird durch eine trockene Hautschicht verursacht, die sich erst noch ablösen wird. Bald zeigt sich das endgültige Aussehen des Tattoos in seiner vollen Schönheit. [6]
Schon nach einem Monat kann das Tattoo verheilt aussehen, aber die tiefgehende Regeneration der Haut kann durchaus bis zu einem halben Jahr dauern. Auch in dieser Zeit wird empfohlen, die Haut regelmäßig mit Feuchtigkeit zu versorgen und sie vor Sonne sowie mechanischer Reizung zu schützen.

Wie man ein Problem erkennt (Infektion, Allergie)
Am häufigsten tritt aufgrund schlechter Pflege eine Infektion auf. Sie äußert sich durch Fieber, Schmerzen, die mit der Zeit schlimmer werden, Hitze im Bereich des Tattoos, Geruch, starken Ausfluss oder rote Streifen, die vom Tattoo zum Körper hin verlaufen.
Außerdem kann es sich um eine allergische Reaktion auf die Tinte handeln, insbesondere rote Farbe gilt als problematisch. Eine Allergie äußert sich durch einen höckerigen Ausschlag und lang anhaltende Rötung.
Was man bei Komplikationen tun sollte
Wenn Sie während der Heilung eines der Warnzeichen bemerken, zögern Sie nicht, einen Tätowierer, Arzt oder Dermatologen zu kontaktieren. Eine rechtzeitige Reaktion kann sowohl gesundheitliche Probleme als auch Schäden am Tattoo selbst verhindern.
Langfristige Tattoo-Pflege
Wie man die Farben möglichst lange lebendig hält
Ein großer Feind von Tattoos ist Sonnenstrahlung. UV-Strahlen zersetzen mit der Zeit die Pigmente, was zum Verblassen der Farben und zum Verwischen der Linien führt, besonders an Stellen, die häufig der Sonne ausgesetzt sind, wie Arme, Hals oder Handflächen. Die regelmäßige Verwendung einer Sonnencreme mit hohem LSF ist daher nicht nur für neue, sondern auch für ältere Tattoos absolut notwendig. Eine wichtige Rolle spielt auch die tägliche Feuchtigkeitsversorgung. Gut gepflegte Haut verleiht dem Tattoo ein helleres und satteres Aussehen. [7]

Empfohlene Produkte (Kategorie: Bodylotions, Sonnencremes mit LSF)
1. Hustle Butter – Revitalizing Stick
Der praktische Stift Hustler Butter ist ideal für unterwegs und für die Handtasche. Die natürliche Zusammensetzung mit Sheabutter, Kokosöl und Sonnenblumenextrakt spendet der Haut Feuchtigkeit und hinterlässt sie weich.
Aber Achtung, dieses Produkt ist nicht für frisch tätowierte Haut bestimmt!
2. Hornet – After Tattoo Spray
Hornet - After Tattoo Spray bietet maximalen Komfort während der Heilung. Dank Inhaltsstoffen wie Sheabutter, Panthenol, Vitamin E und Olivenöl bildet es auf der Haut einen Schutzfilm, hilft ihre natürliche Barriere wiederherzustellen, lindert Juckreiz und wirkt entzündungshemmend. Die Zusammensetzung enthält außerdem LSF 50 und Honigextrakt, der das Tattoo vor Sonnenstrahlung schützt.

3. Sorry Mom – Tattoo Sunscreen SPF 30
Sobald das Tattoo verheilt ist, empfehlen wir die Verwendung von Sorry Mom Tattoo Sunscreen zum Schutz der Farbe vor Sonnenstrahlung. Diese wasserfeste Sonnencreme mit LSF 30 schützt die Farben vor dem Verblassen und ist für alle Hauttypen geeignet.

Quellen:
- Stephanie Watson. (2024). Everything You Need to Know About Tattoo Aftercare.
- Ariane Resnick. (2025). How to Prepare for a New Tattoo, According to Dermatologists.
- Amy Gopal. (2023). How to Safeguard Your Tattoo.
- Cleveland Clinic. (2024). Tattoo Aftercare Tips From a Dermatologist.
- Ariane Resnick. (2025). Wait—How Often Should I Be Moisturizing My New Tattoo?.
- Grace Gallagher. (2023). How Long Does It Take a Tattoo to Fully Heal?.
- Killer Ink. (2025). Ageing Tattoos: What You Need to Know.
